Abb. Plakat mit Ausschnitten der 26 Einzelarbeiten

AQUARIUM COMPAGNIE Brigitte Kohl, UH Le Corbusier • 140 / rue 3, 42700 FIRMINY, +33 [0]6 75 75 17 65 aquarium.compagnie@orange.fr https://passages-aquarium.blogspot.com/ Juli 2019 – Juli 2020.
Passages, the concept 
Floating between sky and earth; hovering between fear and hope; shifting from one chair to another; allowing time to pass away between today and tomorrow. 
Man has a fundamental relationship with space: being there or moving, he cannot avoid it. It follows that the spatial state is existential. Put another way, these spaces are created and structured by actions that ensure they are dynamic, not static. In the Kantian sense our sensory perception of experiencing the external world is determined by space and time. 
Throughout history, our ideas of space have advanced and changed. 
The differences of concepts connected with space are inherent in the mathematics and philosophical approaches on which they are based: the definition of their structures and spatial positions depend on the one hand on their orientation and on the other, their size. Three-dimensionality describes space as a surface defining things in motion. Space is both a container (packaging, contents, position) and a structured system. If one considers the relationship between things and places, space is no longer defined as a static concept but as a relational structure, that s to say as intermediary in the context of action.
Original text Annegret Heinl – Translation: David Bell 

Passagen, das Konzept 
Zwischen Himmel und Erde schweben • zwischen Furcht und Hoffnung schweben • zwischen zwei Stühlen sitzen • zwischen Heut’ und Morgen liegt eine lange Frist 
Der Mensch steht in elementarer Beziehung zum Raum: Er befindet und bewegt sich von Anfang an im Raum und kann sich ihm nicht entziehen. Raumerfahrung ist existenziell also gegeben. Zugleich aber werden Räume durch Handlungen auch geschaffen und strukturiert, so dass sie nicht als statisch, sondern als dynamisch zu betrachten sind. Im Kantischen Sinne liegt unserer sinnlichen Wahrnehmung die Vorstellung von Raum und Zeit zu Grunde. Sie sind notwendige Voraussetzung für die Erfahrung der äußeren Welt. 
Im Laufe der Geschichte haben sich unsere Vorstellungen vom Raum gewandelt und verschoben. Die Unterschiede der Raumkonzepte sind verknüpft mit den jeweiligen mathematischen und philosophischen Ansätzen, auf denen sie beruhen. Im allgemeinen Gebrauch basiert Orientierungsvermögen einerseits und Fähigkeit der Formgebung und des Größenvergleichs andererseits auf Ordnungsstrukturen und Lagebeziehungen im Raum. Die Dreidimensionalität beschreibt den Raum als Ausdehnung, in der den beweglichen Dingen ein Platz zugewiesen wird. Er ist Behälter (Container, Speicher, Territorium) und Ordnungsstruktur. Betrachtet man die Beziehungen derDinge und Orte zueinander, dann definiert sich der Raum nicht mehr als statische Größe, sondern als Struktur aus Relationen, so zu sagen als Zwischenraum und steht in einem Handlungszusammenhang.
Deutscher Originaltext: Annegret Heinl