STADTÖFFNUNGEN UND EINBLICKE
Transitions, Fotomontagen zum Thema Himmel über Berlin.
Der Engel der Geschichte wird durch den Wind von vorn zurückgetrieben.
(Walter Benjamin zu dem Angelus Novus von Paul Klee) Mit weit
aufgerissenen Augen sieht er zurück und wird gleichzeitig immer näher an
die Gegenwart herangeweht.
Margret Holz untersucht die Öffnungen von Straßenzügen, Höfen,
Sackgassen und Plätzen in Städten. Die speziellen Öffnungen entdeckt
sie beim Blick nach oben. Einschnitte und Vorsprünge zeigen sich an den
Dachrändern. Die Fotomontagen sind so etwas wie imaginäre Baustellen.
Gleichzeitig blickt die Künstlerin in das Innere von repräsentativen und
unscheinbaren Architekturen und Behausungen. Margret Holz blickt dabei
von außen nach innen, durch ein Fenster oder eine Türöffnung.
1995 bis 2000 konnte die Künstlerin intensiv beim Bau des Kanzleramtes
und Umbau des Reichstagsgebäudes im Rahmen der Pressetermine
fotografieren. Fragmente einiger Aufnahmen davon sind in den Stadtöffnungen
vorhanden und zeigen die Dichte und Schnelligkeit der architektonischen
Veränderungen in Berlin. Beim Anblick fährt man ein wenig „Achterbahn“.

Bei beiden Blickrichtungen, Stadtöffnungen und Einblicke, wird die
Architektur und Stadtplanung in den Städten unterschiedlich deutlich. Bis
jetzt ist es eine dokumentarische Recherche der Städte Berlin, Paris, Brüssel,
Bergen (N) und Portbou der dreidimensional arbeitenden Künstlerin.